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Naturschutz vor Ort
Junge Landwirte der BBSaM engagieren sich im Gewässerschutz

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Am späten Vormittag bei strahlendem Sonnenschein trafen sich am Freitag vor Pfingsten die Schüler der Einjährigen Fachschule Agrarwirtschaft der BBSaM Cloppenburg an der Marka in Markhausen, um den Fluss aus der Sicht des Naturschutzes unter die Lupe zu nehmen. Geleitet wurde dieses Kurzprojekt „Gewässer als Lebensraum“ von Knut Tholen, Hauptgewässerwart Fischereiverein und Präsidiumsmitglied des Landesfischereiverbandes, und dem für Umweltbildung zuständigen Lehrer der BBSaM Robin Schnell.
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Einige Stunden zuvor hatte der Fischereiexperte den Schülern, bei einem morgendlichen von Selbigen selbst organisierten Frühstück, eine theoretische Einführung in die Themen “Gewässer als Lebensraum“, „Gewäs-serqualität“ und „Renaturierung von Gewässern“ gegeben. Dabei hatten die Schüler die Möglichkeit Fragen zu stellen, woraus sich angeregte Diskussionen ergaben; z. B. resultierend aus der Frage „Welche Bedeutung haben Gewässerrandstreifen?“. Hierzu fasste Tholen zusammen: „Gewässerrandstreifen schützen die Flüsse vor dem Abtrag von wertvoller Erde an der Bodenoberfläche in die Gewässer und somit auch vor dem Eintrag von Nährstoffen. Sie tragen somit also in erheblichem Maße zum Erhalt der Gewässerqualität bei.“ Junge Landwirte der BBSaM engagieren sich im Gewässerschutz - Klicken zum Vergrößern

In der Praxis dann – bei der Erkundung der Marka vor Ort – erkannten die Schüler sofort, dass der zu untersuchende Gewässerabschnitt sich durch ausreichend große Gewässerrandstreifen auszeichnet. Aber wie sieht es mit der Gewässerqualität aus? – Unter der Anleitung von Tholen und der Begleitung von Lehrer Schnell hatten die Schüler nun die Aufgabe, die biologische und chemische Gewässerqualität der Marka zu prüfen. Hierzu fingen einige Schüler mit einem Kescher Kleintiere aus dem Fluss, die mit Hilfe des Fachmanns rasch als Bachflohkrebse, Eintagsfliegenlarven und Kriebelmückenlarven identifiziert wurden. Da einzelne Tierarten nur unter ganz bestimmten Lebensbedingungen existieren können, konnten die Schüler anhand der aufgefundenen Insekten und deren jeweiliger Anzahl die biologische Wasserqualität mit ca. 1,9 bestimmen, wobei die Skala von 1 (sehr gut) bis 5 (sehr schlecht) reicht. Junge Landwirte der BBSaM engagieren sich im Gewässerschutz - Klicken zum Vergrößern
Anschließend wurden die Kleintiere wieder in das Gewässer zurückgesetzt und die jungen Landwirte begannen mit der Ermittlung der chemischen Wasserqualität. Hierzu nahmen die Schüler eine Wasserprobe und versetzten sie mit einer Indikatorlösung. Anhand der sich ergebenden Färbung konnte ein pH-Wert von 7 festgestellt werden, was auf eine sehr gute chemische Gewässerqualität hinweist.
Als abschließende Maßnahme hatte Tholen im Voraus geplant, den geringen Fischbesatz der Marka mit Gründlingen – eine in der hiesigen Region natürlich vorkommende Fischart – zu stabilisieren. Hierzu setzten die Schüler die vom Experten mitgebrachten Exemplare mit Hilfe von Eimern in den Fluss aus. „So wird die geringe Population der Gründlinge gestärkt, so dass diese sich in Zukunft selbst erhalten und sogar wachsen kann. – Das ist aktiver Natur- und Gewässerschutz“ resümiert Tholen zum Ende des Projektes.

KNUT THOLEN, Hauptgewässerwart

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