


Die Fische werden meistens uuml;ber das Futter mit den Wurmlarven infiziert, diese wandern durch den Körper der Wirttiere, um schließlich den Dünndarm zu besiedeln, wo sie sich mit Hilfe ihrer Sauglippen (siehe Abb.) an die Darmwand anheften. Von dem reichhaltigen Nährstoffangebot des Wirtes profitiert der Parasit und entzieht den Fischen wichtige Nährstoffe, die zu einer schlechten Entwicklung führen können.
Vornehmlich bei Hering, Makrele, Kabeljau, Köhler, Lumb, Pollack und Rotbarsch werden diese Würmer (eigentlich die Larven) gefunden, die in der Eingeweidehöhle der Fische leben und im Zuge des Ausnehmens und Filetierens in die Fischmuskulatur gelangen können. Norwegenangler können ein Lied vom Befall der Fische singen.
Die Parasiten werden von den Fischen mit der Nahrung aufgenommen und besiedeln vor allem den Magen-Darm-Trakt, von wo aus sie ins Fleisch eindringen können. Als Endwirte der Nematoden gelten etwa Robben, Wale oder Delphine. Diese scheiden mit dem Kot die Eier in großer Zahl aus, die wiederum von Krebsen und Krabben gefressen werden.
Von diesen ernähren sich die Fische, in deren Magen- und Darmtrakt sich die wurmförmigen Larven entwickeln.
Befallen wird hier hauptsächlich die Leber, das Bauchfell, selten auch das Muskelfleisch. Der Kreislauf schließt sich dann wieder mit der Nahrungsaufnahme der Robben und Tümmler, die diese Fische fressen.
In den Speisefischen des Nordatlantiks kommen vor allem zwei Arten vor, die für den Menschen gefährlich werden könnten: der Heringswurm (lat. Anisakis) und der Kabeljauwurm.
Um die Nematodenlarven weitgehend zu beseitigen, müssen die Fische gleich nach dem Fang sorgfältig ausgenommen, gewaschen und die Bauchlappen entfernt werden. Eventuell noch im Fischfleisch verbleibende Nematodenlarven werden durch tiefgefrieren (auf –20° C innerhalb von 12 Stunden) oder durch andere Zubereitungsverfahren wie Kochen und Braten (mindestens 20 Minuten bei 70° C) abgetötet.
Nematoden im gegarten Fisch sind eher ein ästhetisches Problem.
Finden lassen sich die Larven gut mit einem Durchleuchtungskasten, der sich ohne großen Aufwand auch selber herstellen lässt.
Gesundheitsgefahren drohen im Grunde nur dann, wenn der Fisch roh gegessen wird (Sushi) oder wenn die Nematoden durch die Zubereitung nicht vollständig abgetötet werden (z.B. durch zu kurzes Garen).
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