Wappen Fischereiverein für den Bezirk der Friesoyther Wasseracht e.V.

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Indikatoren für Güteklasse IV

Schlammröhrenwürmer (Tubifex tubifex)

Aquarianer kennen diese Tiere: Sie kaufen die meist um 3-5 cm langen roten Würmer als Futter für ihre Zierfische. In Gewässern sind sie anzutreffen, wenn Schlammablagerungen auf Grund hoher organischer Belastung entstehen. Die Würmer stecken mit ihrem Vorderende im Schlamm, fressen diesen auf und tragen so dazu bei, dass das Gewässer gereinigt wird: Sie helfen mit, die Unterwasser-Abfallberge zu verkleinern. Bei entsprechender Verschmutzung des Gewässers konnten schon bis 1,7 Millionen Individuen pro Quadratmeter gefunden werden. Dort sieht das Bachbett aus, als sei es mit einer dünnen roten Samtschicht überzogen. Beim Aufstampfen auf den Boden ziehen sich die Würmer blitzschnell in ihre Wohnröhren im Schlamm zurück, so dass der Boden tiefschwarz erscheint.

Tubifex tubifex

Schlammröhrenwürmer


Rattenschwanzlarven (Eristalomyia)

Sie ertragen so starke Verschmutzungen, dass sie sogar in Jauchegruben leben können. Sie brauchen keinen Sauerstoff aus dem Wasser, denn sie haben ein teleskopartig ausfahrbares Atemrohr am Hinterleib, mit dem sie an der Oberfläche atmosphärische Luft atmen können. So sieht man sie oft an sehr stark verschmutzten Wasserstellen mit ihrem Hinterende in Atemstellung an der Wasseroberfläche hängen. Aus diesen Larven entwickeln sich nach der Überwinterung zunächst Puppen, aus denen die bienenähnlichen, schwarzmetallisch glänzenden Schwebfliegen dann schlüpfen.

Eristalomyia sp.

Rattenschwanzlarve