THüLSFELDE - „Wenn wir auf die Thülsfelder Talsperre sehen, dann sehen wir einen leeren See. Das macht uns Sorgen“, sagte CDU-Landtagsabgeordneter Karl-Heinz Bley, als er am Dienstag im Hotel Seeblick den tourismuspolitischen Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Jörg Hilmer, begrüßte. Bley betonte, dass vor allem mit Blick auf den Tourismus eine Lösung noch vor der Sommerpause gefunden werden müsse, „denn der Tourismus ist für unsere Region wichtig“. Er geht davon aus, dass bereits im Mai, spätestens im Juni, die Talsperre wieder aufgefüllt werden kann.
Bley stellte vier Forderungen an die Landesregierung, wie mit der Situation an der Talsperre umzugehen sei. Zum einen fordert er eine schnellstmögliche Beseitigung der Schäden, um negative Auswirkungen für den Tourismus und das Hotel- und Gaststättengewerbe zu verhindern. Zudem müsse der Naturhaushalt einschließlich des Fischbesatzes zügig wiederhergestellt werden. Ebenfalls schnell wiederhergestellt werden müsse die Anlage, damit die Sicherung des Hochwasserschutzes für die Unterlieger der Talsperre (u.a. Thüle und Friesoythe) gewährleistet ist. Abschließend forderte der Landtagsabgeordnete die Aussetzung der Pachtzahlung für die Fischereivereine.
„Wir würden es sehr begrüßen, wenn es zu keinen Verzögerungen bei den Bauarbeiten kommt“, sagte Bernd Sieger, Vorsitzender des Bezirksverbandes Weser-Ems des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes. Der Tourismus habe sich im Oldenburger Münsterland erst in den letzten Jahren gut entwickelt. Das gelte vor allem für die Talsperre und die angrenzenden Regionen. Sollte die Talsperre langfristig leer stehen, sei das überhaupt nicht gut. Daher machte Sieger deutlich: „Uns ist egal, wer an der Situation Schuld ist, Hauptsache der Schaden wird schnell behoben.“
Als „Hiobsbotschaft für die Gastronomen“ bezeichnete Friesoythes Bürgermeister Johann Wimberg die Nachricht, dass die Talsperre abgepumpt werden müsse. Es sei dadurch ein großer Flurschaden entstanden. „Wir haben das Glück, dass Gastronomen den Mut haben, hier zu investieren“, sagte Wimberg, „daher muss jetzt eine schnelle Lösung her.“
Wimberg war aber auch mit Bösels Bürgermeister Hermann Block einer Meinung, der betonte, dass es wichtig sei, die anstehende Sanierung des Auslaufbauwerkes vernünftig ausführen zu lassen. Da komme es auf eine Woche nicht an.