MARKHAUSEN - Die Marka hat ihre Anziehungskraft für Meerforellen wieder-gewonnen. Davon sind Knut Tholen, Hauptgewässerwart des Fischereivereins für die Gewässer der Friesoyther Wasseracht, Dr. Jens Salva, Diplom-Biologe des Landes-fischereiverbandes Weser-Ems, und Dipl.-Ing. Heinrich Germann, Geschäftsführer der Friesoyther Wasseracht, überzeugt.
Insbesondere die Anlegung der Kiesbetten im Bereich des Marka-Ufers im vergangenen Jahr habe sich ausgezahlt, so ihre Einschätzung. Sie bieten den Fischen die idealen Voraussetzungen zum Laichen.
Die Finanzierung dieser strukturverbessernden Maßnahmen erfolgte seinerzeit durch das Land Niedersachsen (15000 Euro) und den Fischereiverein (3000 Euro). Die Arbeiten wurden von der Wasseracht ausgeführt.

Im Bereich Marka und Delschlot setzten die Fischer in den Vorjahren mehrere zehntausend Meerforellen-Brütlinge aus. Mit Erfolg, wie Dr. Salva und Knut Tholen unterstreichen.
Die Meerforellen wuchsen bis zu 20 Zentimetern heran, machten sich dann zur Nordsee auf und kehren nun zum Laichen in die Marka zurück. „Die Fische merken sich den Weg”, erläuterte Salva. Vor Ort sind die Fischer und der Biologe derzeit bemüht, die Wanderung und die Rückkehr der Meerforellen zu dokumentieren. Das geschieht mit Hilfe des Elektro-Kontrollfischens. Dabei werden die Fische kurzzeitig leicht betäubt und erhalten dann einen
Chip eingesetzt. „Eine schonende Methode”, versichert der Biologe.
Vier Meerforellen wurden auf diese Weise jetzt erfasst. Gestern allerdings gingen fast nur Bachforellen und einige Neunaugen ins Netz. „Die Meerforellen haben sich nach dem Laichen wohl schon wieder auf den Rückweg gemacht”, mutmaßt Tholen.